Freusburgermühle

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Freusburgermühle
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Steckbrief
Gründung: 15. Jahrhundert
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Die Ursprünge der Freusburgermühle gehen bis in das 15. Jahrhundert zurück.
1437 wird diese in einer Schenkungsurkunde des Grafen Diederich zu Sayn, Herr zu Homburg und Freusburg, erwähnt. Ein weiterer Beleg aus dem Jahr 1660 findet sich im Kirchenbuch der Stadt Kirchen.

Man geht davon aus, dass sich die erste Mühle auf der linken Seite der Sieg unterhalb des Burgbergs befand. Vermutlich wurde diese dann im 17. Jahrhundert zur besseren Nutzung der Wasserkraft auf das rechte Ufer verlegt. Mit dieser Umsiedlung wurden jedoch für den Warentransport auf die andere Seite der Sieg Brücken erforderlich, die auch dem Hochwasser trotzen mussten.

Die Freusburgermühle war bis 1845 eine Bannmühle. Die Einwohner der Herrschaft Freusburg mit samt der dazugehörigen Ortschaften waren durch den Mahlzwang dazu verpflichtet, ihr Getreide nur dort mahlen zu lassen.

Karl Bender ließ 1888 die Freusburgermühle zu einer Walzenmühle ausbauen. Anschließend wurde mit der Verarbeitung von Importgetreide begonnen. Das in der Freusburgermühle hergestellte Mehl wurde bis ins Sauerland und auf den Westerwald verkauft, in den 1970er Jahren sogar bis an Rhein und Ruhr.

Der Betrieb wurde 1978 eingestellt. Heute wird an dem Standort noch Strom aus Wasserkraft gewonnen.

Verfasser: Christoph Eul