Silbersee (Wirges): Unterschied zwischen den Versionen

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Der ursprünglich durch das Gelände fließende Krümmelbach wurde während des Abbaus in Gräben am Tagebau vorbeigeleitet. Nach dem Abbauende lief der Tagebau voll und diente als Klärteich für die Tongruben nordwestlich des Silbersees, aus denen der Krümmelbach Tontrübe mitbrachte. <br>
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[[Kategorie: Beiträge von Roger Lang]]
 
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[[Kategorie: Tonbergbau im Westerwald]]
 
[[Kategorie: Tonbergbau im Westerwald]]

Aktuelle Version vom 22. September 2025, 09:15 Uhr

Historisches Wirges (Wirges)
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Von der Tongrube zum Anglersee

Der Silbersee ist kein natürliches Gewässer, sondern ein Relikt einer der früher zahlreichen Tongruben in der Umgebung.

An der Stelle des Sees befand sich die Tongrube Weierwiese, in der zuletzt bis 1939 Ton im Tagebau gewonnen wurde.

Die erste Tonbelehnung (d.h. eine Konzession) auf die Weierwiese wurde im Jahr 1828 gewährt. Rundherum gab es weitere Belehnungen. Auch diese wurden überwiegend in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erteilt. Sie tragen Namen wie Altebornwiese, Neuebornwiese, Thon, Robinson, Oberweierwiese etc.

Wie sich die Anfänge der Tongewinnung in der Weierwiese entwickelten, geht aus den überlieferten Akten nicht hervor. Wahrscheinlich wurde zunächst in Glockenschächten abgebaut. Der Tagebau begann in den 1920er Jahren und erfolgte zunächst aus Richtung der benachbarten Tongrube Altebornwiese. Im Laufe der Zeit wurde dieser dann nach Nordosten erweitert. Die tiefste Abbausohle lag bei ca. 262 Metern NN, d.h. etwa 15 Meter unter der ursprünglichen Geländeoberfläche.

Die letzte Eintragung im Grubenplan stammt aus dem Jahr 1939. Zu diesem Zeitpunkt war an der Nordgrenze des Tagebaus im Bereich der Belehnung Robinson der Hang teilweise abgerutscht und hatte einen Teil des zwischen Wirges und Ebernhahn verlaufenden „Vicinalwegs“ zerstört.

Der ursprünglich durch das Gelände fließende Krümmelbach wurde während des Abbaus in Gräben am Tagebau vorbeigeleitet. Nach dem Abbauende lief der Tagebau voll und diente als Klärteich für die Tongruben nordwestlich des Silbersees, aus denen der Krümmelbach Tontrübe mitbrachte.

Überlegungen zur Gewinnung der Resttonmengen in dem gefluteten Abbau in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden nicht realisiert. Heute fließt der Krümmelbach wieder durch den Silbersee.


Verfasser: Christoph Eul und Roger Lang