Katholische Kirche Kreuzerhöhung (Wissen): Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 26. November 2025, 10:59 Uhr

Kath. Kirche Kreuzerhöhung (Wissen)
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Katholische Kirche Kreuzerhöhung in Verbindung mit der Industrialisierung Verfasst von Christiane Weber, Gästeführerin in Wissen

Zu den ältesten Berufen gehört der des Bergmannes. Die besonderen Gefahren des Berufes veranlasste die Bergleute sich zu Bruderschaften zusammenzuschließen, um für Gottesschutz bei der Berufsausübung zu bitten. Erstmals erwähnt wurde sie im Jahre 1508, die Bruderschaft hatte die Aufgabe die Kirche mit Wachs und Erz zu beliefern. So konnte die Kirche beleuchtet werden. Am ersten Donnerstag nach Pfingsten mussten alle Mitglieder der Bruderschaft am Gottesdienst teilnehmen, im Anschluss daran gab es die Hauptversammlung der Bruderschaft. Dieser Tag war ein bezahlter Feiertag. Nachdem ersten Weltkrieg endete die Ära der Bruderschaft und aus ihr ging der katholische Arbeiterverein hervor. 1788 war Wissen ein Dorf mit 500 Einwohnern. Eine Unachtsamkeit beim Brotbacken verursachte eine verheerende Feuersbrunst und das Dorf wurde bis auf eine Handvoll Häuser zerstört. Auch die Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder. Vom Turm war nur noch der Sockel übrig. Ungeachtet der schweren Zeiten baute man sie 1804 wieder auf. Dabei entdeckte man am Fuße des Turmes eine Inschrift die manche Historiker als Anno Dussend bezeichnen. „Im Jahre Tausend“. So vermutet man das sich hier bereits im Jahre Tausend eine Kirche befand. Durch die Industrialisierung stieg die Einwohnerzahl bis 1905 auf 6282. Deshalb wurde sie 1912 – 14 vergrößert. Hierbei gab es großzügige finanzielle Unterstützung durch das Walzwerk und die Grafen von Hatzfeldt-Wildenburg, die bis heute das Patronatsrecht innehaben. 1928 Ausmalung durch den Kirchenmaler Peter Hecker, einer der letzten großen Kirchenmaler des 20. Jahrhunderts. Es gibt auch Heckerfresken im Kölner Dom, aber hier in Wissen befindet sich sein größtes zusammenhängendes Werk. Immer wieder wurde die Kirche saniert und renoviert. Durch Brandstiftung im Februar 2023 wurde der Innenraum komplett verwüstet der Altar unwiederbringlich zerstört und die Fresken stark beschädigt. Dank professioneller Arbeit der Kölner Dom Maler kann Ostern 26 wieder Gottesdienst stattfinden.

Verfasser: Christinae Weber

Verwendete Literatur: Wissener Heimatbuch, Chronik des Amtes Wissen (Sieg) von 1951
Seite 105 Kreuz- und Bergbruderschaft von Dr. Holschbach