Kapelle am Steimel (Wirges): Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Der Verein zur Pflege der Kath. Pfarrkirche St. Bonifatius und der Steimelkapelle kümmert sich um den Erhalt der Kapelle und der Kreuzwegstationen. | ||
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Aktuelle Version vom 19. September 2025, 14:57 Uhr
| Kapelle am Steimel (Wirges) | |
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| GeoStation an der Georoute Glasstadt Wirges | |
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| direkter QR-Code: | www.qltr.de/qrka0226 |
Der Steimel mit seiner Höhe von 333 Metern ist der Hausberg der Stadt Wirges, der in einem Lied wie folgt besungen wird:
"Wirges, Schatz an des Steimels Fuß,
dir nur gilt meines Herzens Gruß,
O, wie wird mir die Seele weit,
flieht von mir alle Einsamkeit“.
Als Mitte des 19. Jahrhunderts der Neubau einer größeren Pfarrkirche nicht voranging, folgte der damalige Pfarrer Quirin Josef Klau dem Vorschlag des Pfarrers J. Diefenbach - einem Wirgeser - und ließ auf dem bis dahin „wüst liegenden Steimel" eine Kapelle und entlang des vom Dorf dorthin führenden Weges Kreuzwegstationen errichten. Viele Bürger aus Wirges beteiligten sich an den Arbeiten.
Die Kapelle wurde ab 1864 als dreiseitig geschlossene Marienkapelle mit Dachreiter im neogotischen Stil erbaut und 1865 eingeweiht. Regelmäßig war die Bergkuppe schon zu dieser Zeit Ziel von Prozessionen.
Von da an zog Pfarrer Klau, der zugleich Schulinspektor war, alljährlich nach der in der Kirche stattgefundenen Schulvisitation mit Schülern und Lehrern auf den Steimel. Nach Gesang und Gebet fanden allerlei lustige Spiele statt.
Seit 1891 wallfahrten die Erwachsenen an Christi Himmelfahrt in der „Pestprozession“ zum Steimel.
1910 erhielt die Kapelle die Statue der „Schmerzhaften Muttergottes“.
1923 ließ der Gslt. Rat Dr. Luschberger neue Stationshäuschen auf dem Plateau des Steimel bauen.
1931 stiftete eine Pfarrangehörige die jetzigen Reliefs aus Keramik, die die alten Bilder ersetzten.
Im Zweiten Weltkrieg rief die kleine Steimelglocke zu den Gottesdiensten. Die Glocken der St. Bonifatiuskirche – dem „Westerwälder Dom“ - waren zu Kriegszwecken abtransportiert und eingeschmolzen worden.
Als Ausdruck des Dankes dafür, dass Wirges in diesem schrecklichen Krieg von jeder Zerstörung verschont geblieben war, verpflichtete sich die Pfarrgemeinde zu einer alljährlich zu Maria Himmelfahrt stattfindenden „gelobten Prozession“ zum Steimel.
Der Verein zur Pflege der Kath. Pfarrkirche St. Bonifatius und der Steimelkapelle kümmert sich um den Erhalt der Kapelle und der Kreuzwegstationen.
Verfasser: Christoph Eul und Roger Lang