Georoute Glasstadt Wirges: Unterschied zwischen den Versionen

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Vor 25 Millionen Jahren sieht der Westerwald ganz anders aus als heute. Am Stöffel liegt ein See und im warmen und feuchten Klima gedeiht eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Ein Vulkanausbruch in unmittelbarer Nähe lässt große Mengen glutheißer Gesteinsschmelze zu Tage treten. Die Lava bedeckt die Umgebung und erstarrt zu dem dunklen, harten Gestein Basalt. Der Lebensraum des Sees wird dabei überdeckt und konserviert. Der widerstandsfähige Basalt trotzt im weiteren Lauf der Erdgeschichte der Verwitterung und bildet die Bergkuppe des Stöffel aus.<br>
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Die GeoRoute „Glasstadt Wirges” führt Wanderer auf einem ausgedehnten Spaziergang durch die Geschichte der Stadt, in der der Werkstoff Glas eine besondere Rolle einnimmt. Durch den Bau der Eisenbahn gewann das Dorf Wirges für die industrielle Entwicklung der Region an Bedeutung.<br>
 
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Den Basalt machen sich die Menschen zu nutze. Das Gestein eignet sich hervorragend als Baumaterial, vor allem aber für Splitt und Schotter zum Straßen- und Eisenbahnbau. Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt der industrielle Abbau: Mehrere Steinbrüche entstehen am Stöffel. Zunächst mit Hämmern und Brechstangen, später zunehmend maschinell und mit Sprengungen, graben sich die Arbeiter immer tiefer in die Basaltkuppe hinein. Das begehrte Gestein wird mit der Eisenbahn in zahlreiche Länder Europas exportiert.<br>
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Bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Wirges die erste Glasfabrik und noch heute werden
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hier bis zu zwei Millionen Flaschen pro Tag produziert.<br>
 
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Heute betreibt die Basalt-Actien-Gesellschaft noch einen großen Basaltsteinbruch am Stöffel. Durch den Abbau liegen die tertiärzeitlichen Seeablagerungen teilweise wieder frei und machen so den Stöffel zu einer bedeutenden Fossilienfundstätte.<br>
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Der Rundweg ist eine GeoRoute des Nationalen GEOPARKS Westerwald-Lahn-Taunus. An zahlreichen GeoStationen wird über die Historie der Glasindustrie, der Eisenbahn sowie der Menschen, die hier lebten und arbeiteten berichtet. Das einstige Dorf Wirges konnte sich hierdurch zu einem Zentrum der Industriekultur entwickeln.<br>
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Die Wäller Tour und GeoRoute Tertiär – Industrie - Erlebnis Stöffel-Route führt auf die Spuren des Basalts. Das GeoInformationszentrum [[Stöffel-Park (Enspel)|Stöffel-Park]] mit den imposanten Gebäuden und dem Museum TERTIÄRUM mit seinen spektakulären Fossilien, ein Ausblick vom [[Stöffel-Turm (Stöffel-Park)]] in den aktiven Abbau und die gewaltige [[Erbacher Eisenbahnbrücke (Dreisbach)|Erbacher Eisenbahnbrücke]], über die einst die Basalt-Züge rollten, sind die Höhepunkte der Wanderung. Zahlreiche GeoStationen und die Basalt-Meile zeigen den Weg vom der Entstehung des Basalts bis hin zum Edelsplitt für den Straßenbau.
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Der moderat verlaufende Spazierwanderweg führt durch die Stadt und die angrenzenden Wälder und bietet zahlreiche Ausblicke auf Wirges sowie auf die Montabaurer Höhe. Ebenfalls auf dem Weg liegen der Silbersee, ein ehemaliger Tonabbau und die Kapelle auf dem Steimel. Auch ein Abstecher zum Westerwälder
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Dom darf bei diesem spannenden Rundgang nicht fehlen.<br>
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In der Stadtmitte laden zahlreiche Gastronomiebetriebe zur Einkehr nach dem ausgedehnten Spaziergang ein.<br>
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Das besondere Wandererlebnis trägt zudem die Auszeichnung „Kleiner Wäller“
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des Westerwald Touristik-Service.
  
  

Version vom 29. Juli 2025, 13:40 Uhr

GeoRoute
Glasstadt Wirges
GeoRoute im
Nationalen GEOPARK
Westerwald-Lahn-Taunus

[[Datei: ‎|center|200px|Markierungszeichen]]

Steckbrief
Strecke: 7,9 Kilometer
Zertifikate:
  • Kleiner Wäller
  • GeoRoute WLT
Schwierigkeit: moderat
Startpunkt: Stadthalle, 56237 Wirges
ÖPNV: Hessische Landesbahn,
Bahnhof Wirges
verwendbare QR-Codes
direkter
QR-Code:
www.qltr.de/qrka0244

Auf dem Weg des Glases

Die GeoRoute „Glasstadt Wirges” führt Wanderer auf einem ausgedehnten Spaziergang durch die Geschichte der Stadt, in der der Werkstoff Glas eine besondere Rolle einnimmt. Durch den Bau der Eisenbahn gewann das Dorf Wirges für die industrielle Entwicklung der Region an Bedeutung.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Wirges die erste Glasfabrik und noch heute werden hier bis zu zwei Millionen Flaschen pro Tag produziert.

Der Rundweg ist eine GeoRoute des Nationalen GEOPARKS Westerwald-Lahn-Taunus. An zahlreichen GeoStationen wird über die Historie der Glasindustrie, der Eisenbahn sowie der Menschen, die hier lebten und arbeiteten berichtet. Das einstige Dorf Wirges konnte sich hierdurch zu einem Zentrum der Industriekultur entwickeln.

Der moderat verlaufende Spazierwanderweg führt durch die Stadt und die angrenzenden Wälder und bietet zahlreiche Ausblicke auf Wirges sowie auf die Montabaurer Höhe. Ebenfalls auf dem Weg liegen der Silbersee, ein ehemaliger Tonabbau und die Kapelle auf dem Steimel. Auch ein Abstecher zum Westerwälder Dom darf bei diesem spannenden Rundgang nicht fehlen.

In der Stadtmitte laden zahlreiche Gastronomiebetriebe zur Einkehr nach dem ausgedehnten Spaziergang ein.

Das besondere Wandererlebnis trägt zudem die Auszeichnung „Kleiner Wäller“ des Westerwald Touristik-Service.


Übersichtskarte

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Erlebnisse am Wanderweg

An den Infopunkten werden zudem Inhalte zu den folgenden Themen bereitgestellt:


Audio-Guides für Kinder

Gehe auf Entdeckungsreise mit Basti Basalt: