Grube Güte Gottes (Bruchertseifen): Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 31. Oktober 2025, 19:12 Uhr

Grube Güte Gottes
GeoStation im
Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus
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Steckbrief
Erste Verleihung: Mittelalter
Schachtteufe: ca. 1.000 m
Minerale: Silberreicher Bleiglanz,
Kupferkies, Zinkblende,
Spateisenstein
Belegschaft: bis 30 Mann
Gesamtförderung: <10.000 t
Stilllegung: nach 1911
direkter QR-Code: www.qltr.de/qrka0266

Die Grube Güte Gottes befand sich im heutigen Ort Bruchertseifen. Bereits im Mittelalter wurde an dieser Stelle in der Grube Eselsberg Bergbau betrieben. Auf Grube Güte Gottes wurden zwei 60 m voneinander entfernt liegenden Erzgänge abgebaut. Die Gänge waren bis zu 3 m mächtig und enthielten überwiegend silberreichen Bleiglanz. Zudem fand man Kupferkies, Zinkblende und Spateisenstein. Beide Erzgänge wurden durch den Oberen und den Tiefen Stollen aufgeschlossen.

Der Tiefe Stollen brachte 70 m Teufe gegenüber dem oberen Stollen ein. Zudem wurde ein Maschinenschacht abgeteuft, der es ermöglichte, dass die Erzgänge auf fünf Tiefbausohlen mit einem Sohlenabstand von 20 m abgebaut werden konnten.

Unterhalb der Tiefen Stollensohle ließ die Bauwürdigkeit stark nach, so dass der der Tiefbau schließlich aufgegeben wurde. Ein Grund war auch die damals teure Wasserhaltung. Die höchste Produktion erreichte das Bergwerk im Jahr 1881 mit 260 t Bleierz, 5 t Zinkerz und 153 t Spateisenstein.

Auf Grube Güte Gottes arbeiteten bis zu 30 Bergleute. Nach dem Ersten Weltkrieg blieben erneute Untersuchungsarbeiten ohne weiteren Erfolg.[1] In der Gangkarte des Siegerlandes aus dem Jahr 1911 ist auf Grube Güte Gottes eine Seilbahnstation sowie ein Schachtgebäude eingetragen. Ein weiteres Gebäude ist im Wasch-bach-Seifen am Stollenmundloch des Wilhelminen-Stollens verzeichnet.

Verfasser: Christoph Eul und Roger Lang
Stand: 10/2025

  1. ↑ vgl. Hoffmann, A. (1964): Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf. Glückauf, S. 149