Friedrichshütte (Wehbach): Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 15. Oktober 2026, 09:18 Uhr

Friedrichshütte (Wehbach)
GeoStation im
Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus
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Steckbrief
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Die Friedrichshütte in Wehbach geht auf die Gründung eines Blechwalzwerks des Kirchener Industriellen Carl Daniel Stein aus dem Jahr 1839 zurück. Dieses firmierte als „Blechwalzwerk Abt. Carl Stein Wehbach“.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreichte Wehbach seine Blütezeit. Um 1900 gab es bereits ein Stahlwerk mit angegliedertem Blockwalz-, Grobblech-, Mittelblech- sowie Feinblechwalzwerk.

Die Bevölkerung wuchs bis 1919 auf etwa 2.800 Einwohner an. Im Jahr 1896 wurde die Eisenbahnlinie durch das Tal des Baches Asdorf gebaut. Hierdurch wurde Wehbach als Standort für die Schwerindustrie weiter interessant, da man nun große Massen an Gütern direkt zu den Werken und von dort zu den Kunden transportieren konnte.

Bis zu ihrer Schließung 1967 entwickelte sich die Friedrichshütte zu einem leistungsfähigen Betrieb. Die Produkte wurden beispielsweise bei Autozulieferern, im Landmaschinen-, Maschinen-, Kessel- oder Turbinenbau verwendet. Zudem wurden Sondergüter für die Bundesbahn und die Bundeswehr hergestellt.

Unter dem Namen „Stein Extra“ erlangten die Produkte Weltruhm. Zu Spitzenzeiten wurden in Wehbach bis zu 10.000 Tonnen Eisenerzeugnisse im Monat hergestellt.

Nach der Übernahme in den Hoesch-Konzern konnte die Produktion nicht aufrechterhalten werden. Am 30. September 1967 wurde das Werk geschlossen. Nach dem Abriss der Friedrichshütte wurde das Gelände zu einem Gewerbegebiet umstrukturiert.


Verfasser:Christoph Eul

Literaturverzeichnis



Verfasser: Christoph Eul