Wissener Hütte (Wissen)
| Wissener Hütte | |
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| GeoStation im Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus | |
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| Steckbrief | |
| Erste Betriebsphase: | 1766 |
| Stilllegung: | 1901 |
| direkter QR-Code: | www.qltr.de/qrka0255 |
| Beitrag gefördert durch | |
Die Anfänge des Hüttenwesens im Wisserland
Im Jahr 1652 lässt Freiherr Wilhelm von Hatzfeld durch den Meister Hermann zu Hönningen die bestehenden Hütten seines Landes neu aufnehmen. In dem Verzeichnis wird auch das Alter dokumentiert. Im Kirchspiel Wissen bestehen damals bereits sehcs Hütte:
- die Wilderwies, gut 60 Jahre alt
- Alsendahl, gut 50 Jahre
- Bornhagen, gut 40 Jahre
- Mühlenthal, gut 40 Jahre
- Reofenrath, 20 Jahre
- Hurbe (Hufe), gut 50 Jahre
Vier weitere Hütten werden im Kirchspiel Friesenhagen erwähnt.
Der Blasofen von Alsendeich, dessen Wasserrad im Jahr 1905 ausgegraben wurde, wird als Vorläufer der "Wissener Hütte" angesehen. Eine erste Belehnung der Wissener Hütte in der Brückhöfe bei Wissen an einen Wilhelm Heimrich Jansen findet sich im Jahr 1766.
Die Wissener Hütte wurde 1779 am Brölbach errichtet. Hier entstand ein etwa 3 Meter hoher Hochofen. Der kleine Bach wurde mit einem Damm aufgestaut und für den Hüttenbetrieb durch Wasserkraft genutzt. Hierfür erhielt die Wissener Hütte das Privileg einer ganzjährigen Betriebserlaubnis. Andere Hütten im Siegerland durften zu dieser Zeit nur zu bestimmten Zeiten das Wasser der Flüsse nutzen.
Die Wissener Hütte wurde zu dieser Zeit vorwiegend mit den Erzen der Grube Wingertshardt beliefert.
Nach nur kurzem Betrieb musste Jansen, aufgrund fehlender Fachkenntnisse, die Hütte wieder veräußern.
Verfasser: Christoph Eul und Roger Lang
Stand: 10/2025