Die Eisenidustrie des Westerwalds

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Die Eisenerze des Westerwaldes waren bereits seit Jahrtausenden ein bedeutender Rohstoff des Westerwaldes. An der Sieg, im Giebelwald, konnte eine keltische Eisenverhüttung nachgewiesen werden, die bereits vor mehr als 2.500 Jahren betrieben wurde. Ein kleines Museum im Gehradsseifen zeigt heute noch die Spuren der einstigen Verhüttungsstätte.

Das frühe Mittelalter

Im Mittelalter war die Erzgewinnung und die Eisenproduktion im Westerwald bereits weit verbreitet. In vielen Bereichen lassen sich mittelalterliche Schlackenplätze nachweisen. Diese finden sich in der Regel dort, wo die Erzvorkommen bis an die Oberfläche traten und ein einfacher Zugang möglich war. Die aus dieser Zeit stammenden Tagebauspuren, die Pingen, ziehen sich noch heute in langgezogenen Ketten über die Höhenrücken des Westerwalds. Eine genaue zeitliche Zuordnung ist hier meist schwierig, da die oberflächennahen Erzvorkommen teilweise noch bis in das 20. Jahrhundert im Tagebau abgebaut wurden.

Bei Obersteinebach wurde um die letzte Jahrtausendwende eine umfangreiche archäologische Untersuchung von Schlackenplätzen durchgeführt. Hier konnten eine ausgeprägte vorindustrielle Eisenverhüttung um das Jahr 1000 n. Chr. nachgewiesen werden.