Grube Friedrich (Mittelhof)
| Grube Friedrich | |
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| GeoStation im Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus | |
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| Steckbrief | |
| Erste Verleihung: | xxx |
| Schachtteufe: | 10 Sohlen |
| Minerale: | Spateisen, Brauneisenstein, Wismut, Nickel, Kobalt |
| Belegschaft: | bis 300 Mann |
| Gesamtförderung: | 1,9 Mio. T |
| Stilllegung: | 1952 |
| direkter QR-Code: | www.qltr.de/qrka0249 |
| Beitrag gefördert durch | |
Die Grube Friedrich baute einen 450 m langen Spateisensteingang ab. In den oberen Teufen ging der Erzgang in Brauneisenstein über. Der Spateisenstein wies zudem einen besonders hohen Mangananteil auf. Unterhalb des Grundwasserspiegels wies die Grube eine Auslaugung des Spateisensteins und eine zunehmende Verquarzung auf. Diese minderwertigen Erzvorkommen reduzierten die Wirtschaftlichkeit des Abbaus deutlich[1].
Sporadisch wurden auf Grube Friedrich aus Wismut- und Nickelminerale gefunden [2]. Auch Vorkommen von Kobalterze sind bekannt [3].
Nachdem die Gruben Petersbach und St. Andreas in den 1930er Jahren stillgelegt wurden, zog man die Grube Friedrich zur Auslastung der Zentralaufbereitung Alte Hütte heran. Hierzu wurde eine Seilbahn von Steckenstein bis Brückhöfe errichtet. Neue Erzvorkommen konnten trotz umfangreicher Bemühungen nicht mehr gefunden werden [4].
Das Bergwerk wurde 1952 außer Betrieb genommen und galt als vollständig abgebaut. Zuvor hatte man im Norden auf der 10. Sohle eine Verbindungsstrecke bis zur Grube Wingertshardt angesetzt, die 1951 das benachbarte Bergwerk erreichte. Bereits 1944 hatte man eine Auffahrung in Richtung der Grube Rasselskaute begonnen.
Ebenfalls 1951 begann man mit einer Verbindungsstrecke zur Grube Vereinigung, die bis zur Schließung der Grube Friedrich jedoch nicht mehr fertiggestellt wurde. Diese Bemühungen erschlossen jedoch keine neuen abbauwürdigen Erzvorkommen [5]. Auf Grube Friedrich wurden insgesamt 1,9 Millionen Tonnen Roherz gefördert. Die Belegschaft belief sich auf bis zu 300 Mann [6].
Verfasser: Christoph Eul und Roger Lang
Stand: 10/2025
- ↑ vgl. Hoffmann, A. (1964): Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf. Glückauf, S. 116
- ↑ vgl. Hoffmann, A. (1964): Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf. Glückauf, S. 46
- ↑ vgl. Hoffmann, A. (1964): Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf. Glückauf, S. 61
- ↑ vgl. Gleichmann, H. D. (1986): Die ehemaligen Eisenerzgruben im Wissener Raum (Dokument). Bertelsmann, S. 520
- ↑ vgl. Hoffmann, A. (1964): Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf. Glückauf, S. 46
- ↑ vgl. Gleichmann, H. D. (1986): Die ehemaligen Eisenerzgruben im Wissener Raum (Dokument). Bertelsmann, S. 118