Heubrücke (Wissen)

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Schon lange gab es an dieser Stelle eine Fußgängerbrücke über die Sieg, welche den Wissener Stadtteil Schönstein mit dem Stadtteil Frankenthal verbindet. Das Gemälde des Siegerländer Malers Jakob Scheiner von 1860 mit Blick auf Schloss Schönstein zeigt bereits einen Steg auf Holzpfählen. Die Brücke diente den Schönsteiner Bürgern als Verbindung zu ihren fruchtbaren Gärten und Wiesen am anderen Ufer der Sieg – daher der Name Heubrücke.

Auch gab es am Standort des späteren Warmwalzwerkes in der heutigen Walzwerkstraße vormals eine historische Mühle, welche bei der Errichtung dieser Brücke eine Rolle gespielt haben dürfte. Zudem nutzten die zahlreichen Arbeiter der Alfredhütte und des Walzwerkes sowie der umliegenden Bergwerke die Heubrücke als täglichen Weg zur Arbeit.

Im Laufe der Zeit wurde die Brücke mehrfach durch Hochwasser oder Eisgang der Sieg und des Elbbaches zerstört und wieder errichtet. Bis zum heutigen Bau, der 2025 eröffnet wurde, sollen es mindestens sieben Brückenbauwerke gewesen sein.

Die Heubrücke konnte letztlich nur mit hohen Fördermitteln erhalten werden, da die Stadt Wissen den jüngsten Neubau in ihrer heutigen Form nicht hätte finanzieren können. So kann die 2025 errichtete Rad- und Wanderwege-Brücke weiter bestehen und dient u. a. dem Westerwald-Lahn-Radweg, dem Natursteig Sieg und der GeoRoute Industriekultur Wissen als Querung der Sieg vor der schönen Kulisse von Schloss Schönstein.

In der Mitte der Brücke befindet sich eine Gedenktafel an einen 1965 vom Blitz erschlagenen Bürger.


Verfasser: Jochen Stendenbach und Bruno Wagner