Jaques Remy (1568-1628)

Aus QR-KULTUR
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jaques Remy wanderte etwa 1586 aus Ivoy, dem heutigen Caringnan, nach Höhr ein. Er war 1568 geboren. Im gleichen Jahr war sein Vater, ein angesehener Euler gestorben. Jaques wurde, wie seine beiden älteren Brüder, Eulergeselle.[1]

Nach dem Tod seiner Mutter verließ er, auch aufgrund der zunehmenden Verfolgung von Protestanten, Frankreich. Aufgrund des guten Rufs des "Kölnischen Steinguts" entschied er sich nach Siegburg zu wandern. Auch Höhr und Grenzhausen waren damals für die guten Tonwaren bekannt. Hier waren die Kannenbäcker, die dortigen Euler in einer Zunft organisiert. Es war allgemeiner Brauch, dass nur ehelich geborene Meistersöhne das Handwerk erlernen und Meister werden durften. Für Fremde bestand nur die Möglichkeit, eine Meisterwitwe, die keine erwachsenen Söhne hatte, zu heiraten. Der Fremde konnte, wenn er das Handwerk erlenrt hatte und ein Meisterstück abgelegt hatte, an der Stelle des Verstorbenen als Zunftgenosse aufgenommen werden.[2]

1594 heiratete Jakob Remy, wie er sich fortann nannte, die 14 Jahre ältere Meisterwittwe Catharina Wingender. Mit ihr bekam Remy zwei Söhne und eine Tochter.

Zu dieser Zeit wurde auch die Blaufärbung mit Kobalt in Höhr erfunden, wozu sich der hellgraue Grund des Wästerwälder Steinguts besser eignete, als das gelbliche Siegburger oder das braune Raerener oder Frechener Steingut.[3]

Da Grenzhausen zur reformationsfreundlichen Grafschaft Wied gehörte, wurde der französische Protestant Jakob Remy hier freundlich empfangen.[4]

Am 4.12.1621 starb Catharina Remy und im November 1628 Jakob Remy.[5]

Verfasser: Mantomedia (Diskussion) 23:16, 7. Apr. 2026 (CEST)

  1. vgl. Schöder, B. (1986): Der Weg zur Eisenbahnschiene. Degener, S. 8
  2. vgl. Schöder, B. (1986): Der Weg zur Eisenbahnschiene. Degener, S. 8
  3. vgl. Schöder, B. (1986): Der Weg zur Eisenbahnschiene. Degener, S. 9
  4. vgl. Schöder, B. (1986): Der Weg zur Eisenbahnschiene. Degener, S. 9
  5. vgl. Schöder, B. (1986): Der Weg zur Eisenbahnschiene. Degener, S. 9