RegioBahnhof (Wissen)
| RegioBahnhof (Wissen) | |
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| GeoStation im Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus | |
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| Steckbrief | |
| Erste Betriebsphase: | xxx |
| Stilllegung: | xxx |
| direkter QR-Code: | www.qltr.de/qrka0260 |
Die Eisenbahnlinie durch das Siegtal wurde in ihrer ursprünglichen Planung aus rein wirtschaftlichen Interessen für das Montanwesen geplant. Die industrielle Aufbruchstimmung an Rhein und Ruhr in der Mitte des 19. Jahrhunderts wirkte sich auch auf die Entwicklung des Westerwalds und des Siegerlandes aus. Einflussreiche Kaufleute und Bankiers trieben die Überlegungen voran, den jahrhundertealten Siegerländer Erzbergbau durch Aktienunternehmen „im modernen Sinne zu entwickeln“ und die Hochöfen vom traditionellen Holzbrand auf den leistungsfähigen Koksbetrieb umzustellen. Hierzu musste jedoch die Versorgung der Hüttenstandorte mit Koks aus dem Ruhrgebiet sichergestellt werden, was den Bau einer Eisenbahnlinie erforderlich machte (Koch, 1990, S. 11ff).
Der Eisenbahnbau durch das Sieg- und Hellertal 1860/61 und später der Bau der Nebenbahnen brachte den Eisenerzgruben in der Region erhebliche Vorteile. Zuvor mussten für den Erztransport lange Wege in Kauf genommen werden, was sich produktionshemmend und verteuernd auswirkte. Dieser erfolgte weitgehend mit Pferdefuhrwerken, für die eigens teure Erzstraßen angelegt werden mussten. Die steilen Hänge des Westerwaldes machten das Erzfuhrwesen zudem gefährlich.
An vielen Stellen des Siegtals wurden Nebenbahnen in die Seitentäler gebaut. Der nun deutlich ansteigende Transport auf der Schiene, der überwiegend auf das Montanwesen zurückzuführen ist, erforderte bereits 1886/87 einen zweigleisigen Ausbau zwischen Köln und Betzdorf (Krauskopf, 1997).
Auf der neuen Eisenbahnlinie wurde auch ein Personenverkehr eingerichtet. Dieser band auch die Stadt Wissen in etwa zwei Stunden an die Großstadt Köln an. Zuvor hatte eine Postkutsche hierfür noch mehr als 14 Stunden benötigt. Am Eisenbahnknotenpunkt Betzdorf liefen im Jahr 1911 pro Tag 95 Personenzüge und 110 Güterzuge ein und aus (Krauskopf, 1997).