Walzwerk-Kolonie Hüttenstraße (Wissen)

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Die Industrialisierung des 20. Jahhunderts wirkte sich auch auf die bis dahin kleine Stadt wWssen aus. Nach der Errichtung des Weißblech-Walzwerks ab 1911 begann ein großer Arbeiterzustrom nach Wissen. Diese brauchten in kurzer Zeit neuen Wohnraum, der nun von den Industriebetrieben gebaut werden musste.

Nach Plänen der Dortmunder Architekten D. & K. Schulze entstand an dieser Stelle die Walzwerk-Kolonie für die Walzwerkarbeiter und ihre Familien. Innerhalb von etwa 10 Jahren baute man 105 Wohnhäuser. Den einzelnen Häusern waren jeweils auch kleine Gärten zugeteilt.

Die Bauweise war typisch für das frühe 20. Jahrhundert. Backstein hat das Fachwerk bereits abgelöst. Durch den recht traditionellen Charakter der Häuser hebt sich die Walzwerkkolonie heute von der Gestaltung üblicher Reihenhaussiedlungen ab.

Für die Arbeiter der Wissener Alfredhütte musste ebenfalls Wohnraum geschaffen werden. Ab 1917 wurde im Bereich zwischen Koblenzer Straße undZiegelstraße eine ähnliche Siedlung gebaut.

Verfasser:Jochen Stentendbach