Grube Georg (Willroth): Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 53: | Zeile 53: | ||
Bereits 1811 entscheid man sich daher zum Bau des "Tiefen Georgstollens", der das Vorkommen in etwa 70 Metern Teufe unterfuhr und den Betrieb in das tieferliegende Grenzbachtal entwässerte. | Bereits 1811 entscheid man sich daher zum Bau des "Tiefen Georgstollens", der das Vorkommen in etwa 70 Metern Teufe unterfuhr und den Betrieb in das tieferliegende Grenzbachtal entwässerte. | ||
<br> | <br> | ||
| − | Der Abbau in ersten Gesenken auf der Stollensohle zeigte sich weiter ergibig, so dass man sich für den | + | Der Abbau in ersten Gesenken auf der Stollensohle zeigte sich weiter ergibig, so dass man sich spätestens 1869 für den Bau einer Schachtanlage entschied. Bereits 1857 hatte man die ebenfalls auf dem [[Horhauser Gangzug]] liegende [[Grube Friedrich Wilhelm (Horhausen)|Grube Griedrich Wilhelm]] als erstes Bergwerk in der Region mit einer Dampfmaschine ausgestattet. Diesem Beispiel wollte man nun folgen. Diese Anlage diente für die nächsten 30 Jahre als Förderschacht<br> |
| + | <br> | ||
| + | == Ein zweiter Schacht<ref>{{Zitat|vor=vgl.|Autor=Schäfer, A.|Jahr=2020|Titel=[[Die erste Maschinenschachtanlage auf Grube Georg (Dokument)]]|Buchautor=|Buchtitel=|Erscheinungsort=Willroth|Verlag=unveröffentlichtes Manuskript|Seiten=}}</ref> == | ||
| + | |||
Version vom 11. September 2025, 10:10 Uhr
| Grube Georg (Willroth) | |
|---|---|
| GeoPunkt im Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus | |
|
| |
| Steckbrief | |
| Erstverleihung: | 0000 |
| Besuch auf dem Förderturm | |
| Adresse: | Grubenstraße 56594 Willroth |
| Internetseite: | www.vg-ak-ff.de |
| Telefon Tourist-Büro: | 02681 85 193 |
| Öffnungszeiten: | nach Anmeldung |
| Gruppenführungen | nach Anmeldung |
| QR-Codes mit Weiterleitungsseiten | |
| www.qltr.de/wke005 | www.qltr.de/eb004 |
| direkter QR-Code zur Seite | |
| www.qltr.de/qrka0023 | |
HINWEIS: In der Kategorie "Grube Georg (Willroth)" finden Sie weitere Artikel und Literaturhinweise.
Das heute noch weithin sichtbare Fördergerüst der Grube Georg an der Autobahn A3 ist das letzte
des Westerwälder-Siegerländer Erzbergbaus. Im Rahmen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert
entwickelte sich das Bergwerk zu einem der bedeutendsten in der Region.
Die erste Maschinenschachtanlage[1]
Der Willrother Bergbau, der seit 1769 im Abbau stand, unterstand dem Sayner Hüttenamt. Der Pingenbetrieb erwies sich hier als ergibig. Zur Teufe hin trat hier schnell Spateisenstein auf. Der oberflächennahe Brauneisenstein kam nur in geringen Mengen vor. In den oberen Teufen traten anfangs noch starke Blei- und Kupfererze auf, die dann jedoch schnell weniger wurden.
Bereits 1811 entscheid man sich daher zum Bau des "Tiefen Georgstollens", der das Vorkommen in etwa 70 Metern Teufe unterfuhr und den Betrieb in das tieferliegende Grenzbachtal entwässerte.
Der Abbau in ersten Gesenken auf der Stollensohle zeigte sich weiter ergibig, so dass man sich spätestens 1869 für den Bau einer Schachtanlage entschied. Bereits 1857 hatte man die ebenfalls auf dem Horhauser Gangzug liegende Grube Griedrich Wilhelm als erstes Bergwerk in der Region mit einer Dampfmaschine ausgestattet. Diesem Beispiel wollte man nun folgen. Diese Anlage diente für die nächsten 30 Jahre als Förderschacht
Ein zweiter Schacht[2]
Ursprünglich besaß die Grube Georg zwei Schächte. Der noch heute erhaltene Förderturm über Schacht II mit der Hängebank wurde erst Anfang der 1950er Jahre errichtet. Nur 10 Jahre später führte die Weltwirtschaftskrise zum Zusammenbruch des Westerwälder-Siegerländer Erzbergbaus.
1965 musste auch die Grube Georg als eines der letzten Erzbergwerke in der Region schließen. Die Tagesanlagen wurden auf Abbruch verkauft. Der Abriss erfolgte jedoch nur teilweise, so dass der Förderturm mit der Hängebank und das Zechenhaus als Industriedenkmal unter Schutz gestellt werden konnten.
Das 56 Meter hohe Industriedenkmal Grube Georg kann auch besichtigt werden. An jedem dritten Samstag von April bis Oktober können Besucher den Aufstieg bis zu den Seilscheiben wagen. Im Inneren der ehemaligen Aufbereitungsanlage befindet sich eine Ausstellung mit historischen Fotoaufnahmen und Relikten aus der Betriebszeit der Grube.
Fotos von Grube Georg
Verfasser: Christoph Eul und Roger Lang
- ↑ vgl. Schäfer, A. (2020): Die erste Maschinenschachtanlage auf Grube Georg (Dokument). unveröffentlichtes Manuskript
- ↑ vgl. Schäfer, A. (2020): Die erste Maschinenschachtanlage auf Grube Georg (Dokument). unveröffentlichtes Manuskript