Georoute Basalt und Buntmetalle

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"Basalt & Buntmetalle"
GeoRoute im
Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus
Markierungszeichen
Steckbrief
Streckenlänge: 8,7 Kilometer
Schwierigkeit: anspruchsvoll
Zertifikat: Entdeckertour seit 2022
Startpunkt: Parkplatz Raiffeisenstraße,
53577 Neustadt (Wied)
Startpunkt Obereilenberg: An der L270
53577 Neustadt (Wied)
Informationen im Internet
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verwendbare QR-Codes
direkter QR-Code: www.qltr.de/qrka0034


Hoch über dem Wiedtal erhebt sich bei Neustadt (Wied) der Bertenauer Kopf. Gewaltige vulkanische Kräfte formten einst den gesamten Höhenrücken bis Fernthal. Heiße Schmelzen stiegen vor Millionen von Jahren aus der Tiefe auf, und flossen teilweise als mächtige Lavaströme zu Tage, wo sie zu Basaltgestein erkalteten. Die Kräfte der Natur formten schließlich die heutige Landschaft und schälten dabei die harten Basaltkuppen aus dem weicheren Schiefergestein.

An der Ostflanke des Bertenauer Kopfes fand man bereits im 17. Jahrhundert Kupfer-, Blei- und Zinkerze. Diese Buntmetalle wurden hier in verschiedenen Bergwerken abgebaut. Heute zeugen noch zahlreiche Stollen und Schachtpingen von diesem Jahrhunderte alten Bergbaustandort.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Rohstoff Basalt gewonnen. Hunderte Arbeiter brachen das Gestein und schlugen es unter Anderem zu Pflastersteinen. Später wurde der Basalt in gewaltigen Brecheranlagen zu Schotter und Splitt zerkleinert und vorwiegend für den Straßen- und Eisenbahnbau verwendet.
Der Basaltabbau hinterließ dabei tiefe Gruben in der Landschaft. Heute sind die dort entstandenen Steinbruchseen wahre Naturparadiese am Wanderweg.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde eine Eisenbahnlinie durch das Wiedtal gebaut. Neue Transportmöglichkeiten brachten einen Aufschwung für die Bergwerke und Steinbrüche. Zahlreiche Seilbahntrassen, Schmalspurbahnen und später LKW brachten die Rohstoffe zu den Verladestellen im Wiedtal.
Nun konnten auch Urlaubsgäste Neustadt über die Schiene erreichen und der Ort entwickelte sich zu einem Tourismuszentrum an der Wied.

Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Eisenbahnlinie im Wiedtal und Neustadt wurde zum Endhaltepunkt. Bis Mitte der 1960er Jahre pfiffen noch die Dampfloks im Wiedtal, bis letzlich nach der Schließung der Eisenbahntrasse wieder Ruhe einkehrte.

Die Georoute Basalt und Buntmetalle nimmt ihre Wanderer mit auf eine Spurensuche. Zahlreiche Informationspunkte erzählen von den gewaltigen Kräften, die den ehemaligen Meeresboden auftürmten oder die Basaltkuppen entstehen ließen. Die Rohstoffe nutzte der Mensch über Jahrhunderte und hinterließ hierbei kleine und auch große Spuren in der Landschaft.

Dieser Wanderweg trägt das Wanderwegeprädikat "Entdeckertour". Gemeinsam mit der Georoute Watzenhahner Riesen wurde der Wanderweg als erstes in Deutschland mit diesem Prädikat vom Deutschen Wanderverband e.V. ausgezeichnet.

Text: Christoph Eul und Roger Lang

Weitere Informationen

Am Wanderweg finde Sie folgende Informationspunkte:


An den GeoBlicken werden zudem Informationen zu den folgenden Themen bereitgestellt:


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Impressionen entlang der GeoRoute